Cybermobbing-Folgen eindringlich dargestellt

In drei Aufführungen des „Cybermobbing-Albtraums“ im April 2018 zeigten die Schauspielerinnen der Theater-AG hermann.spielt auf beeindruckende Weise, wie verletzend und zerstörend Mobbing in sozialen Netzwerken wirken kann. Sowohl die Erwachsenen in der Abendvorstellung als auch die Mädchen und Jungen in den beiden Schulvorstellungen waren betroffen vom Spiel der jugendlichen Akteure.

Ranya (gespielt von Michelle Dittmann), ein lebensfrohes und starkes Mädchen, freut sich darüber, dass Robin, ein neuer Mitschüler (Rojin Polat), Interesse an ihr zeigt. Sie verliebt sich in ihn. Zunächst spürt sie kleine Eifersüchteleien ihrer Mitschülerinnen; schon bald wirbelt ein wahrer Shitstorm über Ranya hinweg. „Man sollte Ranya nicht küssen – sie schmeckt nach Zwiebeln!“ ist einer der Sätze, die sie über sich in Facebook liest. Tuscheleien, SMS und heimlich aufgenommene Fotografien aus der Schultoilette setzen ihr immer mehr zu. Auch Robin geht auf Abstand – am Ende steht sie völlig allein da. Nur durch die Hilfe ihres Mitschülers Kilian (Yasmina Yaddouche) kann sie schließlich die Täter überführen. „Für mich hat sich das ganze Leben verändert. Nichts ist mehr wie früher!“

Trotz der ernsten Problematik gingen die Schauspielerinnen mit gewohnter großer Spielfreude an das Thema heran – unter der Leitung ihrer Regisseurin Anette Krock-Puller haben die Akteure über die Jahre hinweg ihre schauspielerischen Fähigkeiten und ihre Ausdrucksmöglichkeiten deutlich erweitert.

 

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