„Ich habe nichts getan!“

Betont man diesen Satz unterschiedlich, gewinnt er ganz verschiedene Bedeutungen – sich frei von Schuld an einem furchtbaren Geschehen sprechen wollen  … sich schuldig fühlen an einem Geschehen, das man nicht verhindert hat – Mobbing mit tödlichem Ende. In ihrer diesjährigen Aufführung hat die jüngere der beiden Theater-Arbeitsgemeinschaften unserer Schule am 16. April 2016 das Stück gezeigt, das unter der Leitung von Frau Krock erarbeitet und einstudiert worden ist. Der Inhalt ist schnell skizziert:

„Luisa ist tot. Selbstmord. Sie hat eine Überdosis Schlaftabletten geschluckt, weil sie das wochenlange Ärgern, Hänseln, Bedrohen und Erpressen, das man auch „Mobbing“ nennt, nicht mehr ausgehalten hat. Ihre Mitschülerin Donna sagt freimütig: „Warum wir Luisa geärgert haben? Keine Ahnung … machte einfach Bock! … “

Das Stück, rückwirkend und aus der Sicht einer beteiligten Schülerin erzählt, machte auf beklemmende Art und Weise deutlich, wie Mobbing wirkt und zu welch bedrückendem Ende es führen kann. Die Mädchen der Theatergruppe, alle Schülerinnen der Jahrgangsstufe 6, spielten in dichter und beeindruckender Weise, wie eine neue Mitschülerin nach und nach immer mehr ausgegrenzt, diffamiert, verletzt und schließlich sogar geschlagen wird, bis sie keinen anderen Ausweg mehr als den Selbstmord weiß.

Die Zuschauer zeigten sich vom Spiel der Akteure sehr beeindruckt und spendeten am Ende der Vorführung minutenlangen Applaus.

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