Richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken lernen

Wie verhält man sich in sozialen Netzwerken angemessen und anderen gegenüber respektvoll? Was kann unsere Schule dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche dieses lernen? Wie können Schule und Elternhaus dabei zusammenwirken? Welchen Teil der Verantwortung dabei können wir den Jugendlichen selbst übertragen?

Diese Fragen beschäftigen derzeit Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern. Im Oktober 2015 führte der Kurs 10 if unter der Leitung von Herrn Kleinherbers eine Umfrage unter allen Kindern und Jugendlichen der Schule durch – eine Bestandsaufnahme, um genauer herauszufinden, welche Vorerfahrungen mit solchen Netzwerken bestehen. Ebenso wollte die Forschergruppe wissen, ob die Befragten schon einmal mit Beleidigungen, Verunglimpfungen oder unerlaubtem Veröffentlichen ganz persönlicher Informationen durch Dritte konfrontiert waren – ein Phänomen, das häufig als „Cybermobbing“ bezeichnet wird. Was kann man dann als Betroffener tun?

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden die Zehntklässler in den nächsten Wochen in Form einer Plakatsammlung präsentieren und der Schulgemeinde vorstellen.

Parallel dazu wird am 5. November 2015, 19:30 Uhr, in der Aula der Hermann-von-Helmholtz-Realschule ein Informationsabend stattfinden, auf welchem von Herrn PHK Weidner von der Polizei Wuppertal Informationen über den Umgang mit sozialen Netzwerken und den rechtlichen Gesichtspunkten dabei gegeben werden. Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind alle interessierten Personen der Schulgemeinde – Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte.

In den nächsten Wochen soll dann in der Schule eine Arbeitsgruppe aus allen drei Gruppen überlegen und Maßnahmen planen, wie Jugendliche den richtigen Umgang mit anderen in Facebook, WhatsApp, SnapChat und Co. lernen können. Für die Schule ist dieses eine Erweiterung all ihrer Maßnahmen im Bereich ihres Gewaltvorbeugungskonzeptes – handelt es sich bei persönlichkeitsschädigendem Verhalten im Netz doch auch um eine Form der Gewalt.

Gute Erfahrungen hat die Hermann-von-Helmholtz-Realschule damit gemacht, Jugendliche als Beteiligte in die Verantwortung dafür einzubinden. In der Streitschlichtung und im Patensystemen für die neuen Fünftklässler lernen die Schülerinnen und Schüler, als „Peers“, als Ansprechpartner und Vorbilder in der eigenen Altersgruppe zu wirken. Dahingehend richten sich auch die Überlegungen der Schule im Blick auf die Vorbeugung bzw. Hilfe bei Cybermobbing.

Zu gegebener Zeit wird hier über Weiteres berichtet werden.